Gemeinsame Erklärung anlässlich des Treffens im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

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Mi, 05/04/2017 - 17:45
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Auf Einladung von Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, haben sich heute Vertreter von Bund, Ländern, der IG Metall und des Opel-Gesamtbetriebsrates mit Carlos Tavares, dem Vorstandsvorsitzenden von PSA, und Olivier Bourges, dem Generalsekretär von PSA, über das geplante Zusammengehen von PSA und Opel/Vauxhall ausgetauscht.



Neben Ministerin Zypries und Staatssekretär Matthias Machnig nahmen an dem Gespräch auch die Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Marie-Luise Dreyer, der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, der Wirtschaftsminister des Landes Hessen, Tarek Al-Wazir, der 1. Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, und der stellvertretende Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates der Adam Opel AG, Lothar Sorger, teil.

Das Gespräch verlief in überaus konstruktiver Atmosphäre. Die Teilnehmer würdigten die herausragende Bedeutung der Groupe PSA und der Adam Opel AG und waren sich einig, dass die Allianz von PSA und Opel/Vauxhall für beide Seiten bedeutende Vorteile haben kann.

Herr Tavares unterstrich die Chancen dieser Allianz für die Groupe PSA sowie Opel/Vauxhall und erläuterte, dass die Transaktion einen europäischen Marktführer schafft mit Spitzenpositionen in den einzelnen Kernmärkten in Europa.

Die Teilnehmer verständigten sich auf folgende Punkte, die für die erfolgreiche Gestaltung der Integration von Opel/Vauxhall in den PSA Konzern von besonderer Bedeutung sind:

  • Die Etablierung eines auf Vertrauen und Transparenz gegründeten Dialogs zwischen den Unternehmensleitungen, dem Gesamtbetriebsrat von Opel/Vauxhall, den Gewerkschaften und allen anderen Beteiligten.
  • Die Auswirkungen des Kaufes von Opel/Vauxhall durch PSA auf bestehende Tarifvereinbarungen, Standortgarantien und Beschäftigungszusagen. In diesem Zusammenhang bekräftigte der PSA Konzern seine Zusage, die bestehenden Vereinbarungen in allen europäischen Ländern einzuhalten.
  • Die Fortführung von Opel/Vauxhall als eigenständiges und einheitliches Unternehmen mit unabhängigen Marken im PSA Konzern.
  • Die Vereinbarung einer Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und dem Gesamtbetriebsrat mit dem Ziel einer langfristigen Perspektive für alle Marken, Produktionsstandorte und das Entwicklungszentrum von Opel/Vauxhall in Europa.

 

Bundesministerin Zypries: „Ich freue mich, dass wir im Interesse auch der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Opel/Vauxhall weitere Fortschritte erzielt haben. Besonders begrüße ich die Zusage von Herrn Tavares, alle tariflichen Vereinbarungen zu respektieren und fortzuführen. Der Bund und die Länder werden den Prozess der Zusammenführung von PSA und Opel/Vauxhall weiter konstruktiv begleiten.“

Carlos Tavares: „In unserem heutigen Treffen habe ich den Willen von PSA bekräftigt, die wertvolle Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretungen fortzusetzen. Ich sehe darin einen zentralen Faktor für den Erfolg des Unternehmens.“

Jörg Hofmann: „Die IG Metall erwartet von Herrn Tavares, dass er gemeinsam mit GM nunmehr alle rechtlichen Voraussetzungen zur Fortführung und Erfüllung der bestehenden Tarifverträge schaffen wird.“

Lothar Sorger: „Wir haben uns heute zudem mit Herrn Tavares darauf verständigt, dass, sobald die rechtlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind, wir, die IG Metall, der Gesamtbetriebsrat, PSA und Opel-Vorstand, Gespräche über die Zukunft von Opel aufnehmen werden.“

Die verschiedenen Parteien bekräftigten ihren Wunsch, im Interesse einer langfristigen Zukunftsfähigkeit von Opel und seiner Beschäftigten den offenen und konstruktiven Dialog fortzusetzen. Sie vereinbarten, zu einem späteren Zeitpunkt wieder zusammen zu kommen.

 

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